Bamberger Dom – Kaiserdom

Eines der Wahrzeichen Bambergs das weithin sichtbar über der Stadt thront ist der Bamberger Dom. Bereits im Jahr 1012 wurde der erste Dom in Bamberg fertiggestellt und geweiht. Im Laufe seiner Geschichte wurde der Kaiserdom einmal neu errichtet, mehrfach umgebaut und restauriert. Auch aktuell (2016) stehen einige Gerüste und die Renovierungsarbeiten sind im vollem Gange.

Der erste Dom – Heinrichsdom

Der erste Bau des Bamberger Doms wurde im Jahr 1004 von Kaiser Heinrich II. in Auftrag gegeben. Errichtet wurde der Dombau auf den Fundamenten der Kapelle und des Friedhofs der ehemaligen Babenburg. Im Jahr 1012 wurde dann der Dom geweiht, hierbei waren fast alle Erzbischöfe des Heiligen Römischen Reichs anwesend. Das erste Bauwerk hatte nur zwei Türme und war auch sonst relativ klein. Aus Anlass des ersten Dombaus fand 2012 eine 1000-Jahr-Feier statt.

Der zweite Dombau

Bamberger Dom

Bamberger Dom

Bereits 1081 brande der Dom und wurde wieder aufgebaut. Nach einem erneuten Großbrand im Jahr 1185 wurde schließlich ein Neubau geplant. Im Jahr 1237 am Geburtstag Kaiser Heinrichs II., wurde der zweite, größere Dombau geweiht. Auf dieser Grundlage wurde 1987 die 750 Jahr-Feier des neuen Domes abgehalten. Aber auch danach wurde der Kaiserdom immer wieder verändert, oder restauriert. So wurde er im 17. Jahrhundert Barockisiert und später wieder zurückgebaut.

Der Bamberger Reiter

Bamberger-Reiter

Bamberger-Reiter

Im Inneren des Doms steht der berühmte Bamberger Reiter, die älteste erhaltene Plastik eines Reiters aus dem Jahr 1230. Bis heute ist nicht bekannt wen der Reiter darstellen soll. Außerdem befindet sich hier das Grab des einzigen heiliggesprochenen Kaiserpaares Heinrich II und Kunigunde. Auch das einzige erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen steht im Bamberger Dom, das Grab von Papst Clemens II.

Die vier Türme

Der erste Dombau hatte nur zwei niedrige Osttürme, der Neubau besitzt hingegen vier Türme. Die Westtürme wurden im gotischen Stil errichtet, während die Türme im Osten eine romanische Architektur aufweisen. Die Osttürme wurden im 18. Jahrhundert aufgestockt und sind mit 76 Metern jetzt knapp höher als die Westtürme, die 74 Meter hoch sind.